Meine Hose ist ein loser Faden

Meine Hose ist ein loser Faden

21. Juni 2020 Thomas' Montagsanker 0

Neulich hatte ich mir eine Hose gekauft. Richtig schick, eine neue Marke. Dezentes Grau, feinste Wolle, edler Griff. Nachhaltig noch dazu, wie ich zuhause bei einem Blick aufs Etikett bemerkte.

Ich sah aber noch etwas anderes, und zwar die Aufschrift „Teil eines Anzugs“. Oha, wieso war mir das durchgegangen? Wenn es ein passendes Sakko zur Hose gibt und daraus dann ein toller Anzug wird will ich das haben.

Nur brauche ich gar keinen Anzug, ich trage sie mittlerweile so gut wie nie. Und trotzdem ging mir dieses Sakko nicht mehr aus dem Kopf. Einfach nur, weil es meine neue Hose, die mir so sehr gefällt, komplett macht. Über Tage beschäftigte mich ein Kleidungsstück, das ich gar nicht brauche.

Ich fing an, mich über mich selbst zu ärgern. Bis ich die Nase voll hatte und mir das Sakko einmal ansehen wollte. Es gab es nicht in meiner Größe. Damit war die Sache erledigt, ich habe keinen Gedanken mehr daran verschwendet.

Da musste ich lachen und mir wurde plötzlich klar, wie einfach sich offene Enden abschließen lassen. Einfach einmal hinsehen. Lose Fäden habe ich genug bei der Arbeit. Dinge die in meinem Kopf hängen, weil sie etwas „rund“ machen würden, ich sie aber nicht angehe, weil zu unwichtig.

Anstelle sie weiter zu verdrängen und meine Aufmerksamkeit zu verplempern nehme ich mir vor, offene Enden schneller zu schließen. Wie? Einfach einmal hin- statt wegsehen.

Wie ist das bei dir? Welche offenen Enden kannst du schneller schließen?

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